Kinderchirurgie in Celle – HNO-Operationen bei Kindern

Besser hören, freier atmen, ruhiger schlafen: Wenn vergrößerte Mandeln oder Flüssigkeit im Mittelohr Beschwerden verursachen, beraten wir Sie zu den passenden Behandlungsmöglichkeiten für Ihr Kind.

Die operative Behandlung von HNO-Erkrankungen bei Kindern ist ein Schwerpunkt unserer Praxis in Celle. Dazu gehören die Entfernung der Rachenmandel, die Einlage von Paukenröhrchen und die Verkleinerung der Gaumenmandeln mit dem Laser. Gemeinsam mit Ihnen entscheiden wir, welche Maßnahmen erforderlich sind. Die operativen Eingriffe erfolgen in Kooperation mit Dr. Hammerschmidt im AOPZ Celle.

Was ist bei meinem Kind vergrößert?

Die Rachenmandel liegt hinter der Nase und wird umgangssprachlich oft „Polypen“ genannt. Die beiden Gaumenmandeln liegen rechts und links im Rachen. Ein Paukenerguss ist Flüssigkeit hinter dem Trommelfell und nicht automatisch eine akute Mittelohrentzündung.

Adenotomie – Entfernung der Rachenmandel

Eine vergrößerte Rachenmandel – oft „Polypen“ genannt – kann die Nasenatmung und die Belüftung der Ohren beeinträchtigen. Mögliche Beschwerden sind Mundatmung, Schnarchen und unruhiger Schlaf.

Bei der Adenotomie wird die vergrößerte Rachenmandel durch den Mund entfernt. Ziel ist es, die Nasenatmung und gegebenenfalls die Belüftung der Ohren zu verbessern. Ob der Eingriff sinnvoll ist, klären wir anhand der Beschwerden und Untersuchung.

Adenoide – vergrößerte Rachenmandel im Nasenrachen

Adenoide – vergrößerte Rachenmandel


Abbildung: Vergrößerte Rachenmandel im Nasenrachen vor einer Adenotomie · Schematische Illustration.

Paukenröhrcheneinlage – das Mittelohr wieder belüften

Bei einem Paukenerguss sammelt sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell. Dadurch kann das Trommelfell schlechter schwingen und das Hören gedämpft sein. Manche Kinder fragen häufig nach, stellen den Fernseher lauter oder wirken unaufmerksam. Ob tatsächlich ein Erguss und eine Hörminderung vorliegen, klären wir mit Ohruntersuchung, altersgerechtem Hörtest und einer Messung der Trommelfellbeweglichkeit.

Wie läuft der Eingriff ab? Über den Gehörgang wird ein kleiner Schnitt im Trommelfell angelegt und vorhandene Flüssigkeit abgesaugt. Anschließend wird ein kleines Paukenröhrchen in diese Öffnung eingesetzt. Es hält den Zugang offen, damit Luft in das Mittelohr gelangen kann. Je nach Befund wird ein Ohr oder werden beide Ohren behandelt. Bei Kindern erfolgt dies in der Regel in Vollnarkose.

Was ist das Ziel? Die Belüftung soll verbessert und eine durch den Erguss verursachte Hörminderung verringert werden. Nicht jeder Paukenerguss muss operiert werden: Dauer, Ausmaß, Hörbefund und Belastung des Kindes bestimmen die Behandlung. Die Einlage kann bei entsprechender Indikation mit einer Adenotomie kombiniert werden.

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Paukenröhrchen: vorher und nach Abheilung

Abbildung: Paukenerguss und belüftetes Mittelohr mit Paukenröhrchen · Schematische Illustration; rechts jeweils nach Abheilung.


Das Röhrchen sitzt durch die Öffnung im Trommelfell: Ein Halteflansch liegt in der Paukenhöhle, der andere im Gehörgang. Übliche Röhrchen werden nach Monaten von selbst abgestoßen. Kontrollen bleiben erforderlich; gelegentlich muss ein Röhrchen ärztlich entfernt werden.

Laser-Tonsillotomie – Verkleinerung der Gaumenmandeln

Vergrößerte Gaumenmandeln können den Rachen einengen und zu Schnarchen, unruhigem Schlaf oder Schluckbeschwerden führen. Wir untersuchen, ob die Mandeln für die Beschwerden Ihres Kindes verantwortlich sind.

Bei der Laser-Tonsillotomie verkleinern wir die Gaumenmandeln mit dem Laser. Ein Teil des Mandelgewebes bleibt erhalten. Dadurch entsteht mehr Platz im Rachen, was die Atmung und das Schlucken erleichtern kann.

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Laser-Tonsillotomie: vergrößerte Gaumenmandeln

Abbildung: Vergrößerte Gaumenmandeln vor einer Laser-Tonsillotomie · Schematische Illustration.

Tonsillotomie und Adenotomie – wann kombinieren?

Bei entsprechender Indikation lassen sich Laser-Tonsillotomie und Adenotomie in einer Narkose kombinieren. Bei zusätzlichem Paukenerguss können Paukenröhrchen eingesetzt werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Kurze Elterninformation

Vor einer Behandlung untersuchen wir Nase, Rachen und Ohren und prüfen bei Bedarf das Hörvermögen. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir, welche Behandlung für Ihr Kind sinnvoll ist.

Die Eingriffe erfolgen bei Kindern in der Regel in Vollnarkose. Alle Einzelheiten und Ihre Fragen klären wir im persönlichen ärztlichen Gespräch.

Häufige Fragen von Eltern

Was bringen wir zur Untersuchung mit?

Bitte bringen Sie vorhandene HNO- und Hörbefunde sowie eine Liste der Medikamente Ihres Kindes mit. Hinweise zu Schnarchen, Schlaf und Hörverhalten helfen uns bei der Untersuchung.

Wo finden Untersuchung und Operation statt?

Die Untersuchung und Beratung erfolgen in unserer Praxis, Hafenstraße 2a, 29223 Celle. Die Operation findet in Kooperation mit Dr. Hammerschmidt im AOPZ Celle, Alter Bremer Weg 10, statt.

Wie bereiten wir unser Kind auf die Operation vor?

Die Vorbereitung und den Ablauf besprechen wir persönlich mit Ihnen. Maßgeblich sind die individuellen Hinweise der behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie des Anästhesieteams.

Wie erfolgt die Abrechnung?

Das hängt vom geplanten Eingriff und vom Versicherungsstatus Ihres Kindes ab. Über mögliche selbst zu tragende Kosten informieren wir Sie vor der Behandlung.


Wir beraten Sie und Ihr Kind persönlich

Ihr Kind schnarcht stark, zeigt Atempausen oder hört schlechter? Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin in unserer HNO-Praxis in Celle. Telefon: 05141 6364


Diese Informationen ergänzen das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Sie ersetzen weder die individuelle Untersuchung noch die Einwilligung in einen Eingriff.

Weiterführende Informationen

IQWiG: Operation bei vergrößerten GaumenmandelnNHS: AdenotomieNICE NG233: Paukenerguss bei Kindern


Stand: 24. Oktober 2026



Dr. med. Stephen Dinh
Hafenstraße 2a · 29223 Celle · Tel. 05141 6364